«Fari­net - Geld­fa­bri­kant»
Ein Melodrama nach einem Text von Willi Wottreng
mit Franziskus Abgottspon (Sprecher) und Helena Rüegg (Bandoneon)

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War Farinet ein Freiheitsheld oder ein Krimineller? Zwanzig-Rappen-Münzen aus Farinets Geldpresse überschwemmten Ende des 19. Jahrhunderts das Wallis. Die Bevölkerung vertraute dem berühmtesten Geldfälscher der Schweiz mehr als der Kantonalbank und ihrem Papiergeld. Und die Frauen liebten seine sanfte Art und seine Großzügigkeit. Gejagt von der Gendarmerie kam er unter ungewissen Umständen ums Leben.

Willi Wottreng erzählt die Geschichte dieses legendären Geldfälschers aus heutiger Sicht. Bereits 1932 hatte der Dichter C.F. Ramuz Farinet in einem Roman verewigt, den Max Haufler 1938 mit Jean-Louis Barrault in der Titelrolle verfilmt hat.

Willi Wottreng benutzt historische Quellen, um Farinets Werdegang von der ersten Geldfabrikationswerkstatt bis zum Fund der Leiche nachzuspüren und beschreibt zugleich die Epoche, in der die junge Schweiz den Übergang von ländlich-dörflicher Cliquenwirtschaft zum modernen Staat mit kapitalistischer Wirtschaft vollzieht.

Dieses erste Buch in deutscher Sprache, das sich dem Leben des legendären Falschmünzers widmet, hat Willi Wottreng auf Initiative von Franziskus Abgottspon zu einer Ballade umgestaltet. Daraus ist in Zusammenarbeit mit der Bandoneonistin und Komponistin Helena Rüegg ein spannendes Melodrama entstanden.